Sonntag, 22. Oktober 2017

Erste Orientation und Ankunft bei der Gastfamilie

¡Hola!

Wie versprochen folgt direkt der Post zur ersten Orientation hier in Costa Rica.

Als wir endlich im UWC Costa Rica ankamen, wo die Orientation statt fand, war es schon gegen 2 Uhr. Entsprechend erschöpft waren wir alle.

Wir schleppten unsere Koffer in einen Aufenthaltsraum. Hier wurden uns ein paar Dinge erklärt und jeder bekam ein T-Shirt von AFS Costa Rica. Außerdem bekamen wir einen Umschlag mit einer Karte, mit der wir uns ausweisen können und einer Karte unserer Krankenversicherung, wichtigen Regeln, Nummmer von AFS Costa Rica und verschiedenfarbigen Bändern, die wir an unser Gepäck binden sollten. Die Farben der Bänder halfen zu wissen, welches Gepäck am Sonntag in welchen Bus kam.

Danach wurden wir zu unseren Zimmern gebracht (erneutes Schleppen der Koffer quer über den Campus). Da es pro Haus insgesamt 4 Duschen gab und wir bestimmt 30 Mädchen (einige Italienerinnen und eine Isländerin waren auch in dem Haus), kamen wir erst recht spät ins Bett. Um 6 Uhr mussten wir auch schon wieder aufstehen. Die Nacht war also doch ziemlich kurz.

Das erste, was mir in Costa Rica so auffiel waren die ganzen Geräusche. Hier gibt es einfach viel mehr Tiere und man hört sie die ganze Nacht lang. Das stört aber nicht weiter, sondern wirkt eher entspannend.

Am nächsten Morgen kamen wir ziemlich spät zum Frühstück und das meiste war schon weg. Somit konnten wir kein Pinto (das traditionelle Frühstück in Costa Rica) mehr probieren, sondern bekamen nur Ei. Das war allerdings nicht weiter schlimm, da es einige Stunden später frisches Obst gab - das schmeckt hier einfach viel besser und frischer als in Deutschland!

Am Vormittag sprachen wir über die Kultur Costa Ricas, das war eigentlich mehr oder weniger interessant, das Thema Regeln am Nachmittag jedoch eher weniger. Durch die kurze Nacht und die Zeitverschiebung schlief ich um 4 Uhr, während der Vorstellung der Regeln, schon fast ein. Immerhin wäre es da auch schon um Mitternacht in Deutschland gewesen. Einige verschliefen die Regeln gänzlich auf ihren Zimmern.

Am nächsten Morgen (Frühaufstehen, schon wieder) musste alles ziemlich schnell gehen. Duschen, anziehen, Koffer einpacken, Gepäck nach draußen auf den Parkplatz bringen, dann frühstücken. Am Abend zuvor bekamen wir noch Vorgaben dazu, wie wir beim ersten Treffen mit den Familien zu erscheinen hätten. Haare Frisch gewaschen, viel Parfum, keine "freizügigen" Sachen, vor Allem die Mädchen nicht, wir mussten lange Hosen und außerdem unser AFS - Shirt tragen, damit uns die Freiwilligen unseres Komitees erkennen konnten.

Nach dem Frühstück ging es dann bald schon los. In 8 verschiedenen Kleinbussen wurden wir im ganzen Land verteilt. Die Austauschschüler aus meiner Stadt, Guápiles, waren die letzten aus unserem Bus, die ihre Gastfamilien erreichten. Die Austauschschüler aus Heredia und Alajuela, die mit uns fuhren, waren nach gut einer halben Stunde angekommen, wir zirka nach eineinhalb.

Als wir in Guápiles einfuhren, wurden wir plötzlich total nervös, schlimmer wurde es, als wir die Gastfamilien sahen.

Meine Gastfamilie besteht aus meinem Gastvater (Roy), meiner Gastmutter (Cecilia) (beide um die 50), meinen Gastbrüdern (José Andres, 20; Randy, 23) und meiner Gastschwester (Valeria/Vale,18). Sie leben in einem Haus am Río Guápiles. Meine Gastmutter ist Putzfrau in einem Kindergarten, mein Gastvater Busfahrer. Mein ältester Gastbruder arbeitet in San José und ist daher nur an den Wochenede zu Hause, die anderen beiden Gastgeschwister studieren noch.

Ich wurde echt lieb von ihnen in Guápiles empfangen, allerdings kamen nach und nach immer mehr Probleme auf, sodass das Leben mit ihnen etwas kompliziert ist. Aktuell bin ich mit AFS im Kontakt, um zu sehen, wie man die Probleme lösen könnte...

Ich halte euch auf dem Laufenden!

¡Pura Vida!

UWC

Blick auf die Berge

Zimmer im UWC

Hier dachte ich noch San José sei heiß und man bräuchte unbedingt einen Ventilator. Guápiles ist nochmal 10 Grad wärmer und Ventilatoren habe ich bisher nur in der Schule gesehen.

Das Bad
Waschbecken

Diese Dusche... wenigstens hatte sie aber warmes Wasser! 😍
Aufenthaltsraum

Aufenthaltsraum


Küche, die wir nicht benutzten


Alle Austauschschüler in Costa Rica 2017/2018

#OurTimeAsTicos auf Instagram 😎

Einer der vielen Flüsse im Gebirge zwischen San José und Guápiles

Fast da...

Erstes Treffen mit meiner Gastfamilie

Hier sieht man auérdem noch die Freundin meines jüngeren Gastbruders - sie studiert Englisch auf Lehramt und kam, da sie glaube ich dachten, wir würden nicht auf Spanisch kommunizieren können.
Meine Gastschwester

Mein Zimmer:





Sonntag, 15. Oktober 2017

Der Flug

¡Hola!

Mein Gepäck (es fehlt der Rucksack)
Tut mir total Leid, dass ich so lange nichts mehr gepostet habe, aber irgendwie habe ich hier nicht so viel Freizeit und wenn ich welche habe, verbringe ich diese meist schlafend. Besser spät als nie möchte ich euch heute jedoch von meinem Flug nach Costa Rica und damit dem Beginn des Abenteuers Auslandsjahr erzählen.

Am 04.08. um zirka 6:00 Uhr ging die Reise also los. Mit einem extra für den Anlass gemieteten Auto (oder eher Kleinbus) fuhr ich mit meinen Eltern, meinem Bruder und ein paar Freundinnen zum Flughafen. Am Abend vorher hatte ich mich schon von vielen Personen verabschiedet und die erwähnten Freundinnen blieben über Nacht bei mir. Viel geschlafen haben wir natürlich nicht. Gegen Mitternacht waren wir nochmal am See, danach haben einige von uns noch 2 Stunden geschlafen, andere gar nicht.
Die letzten Momente, bevor es losging.

Mit Freundinnen am Flughafen
Am Flughafen angekommen war ich eigentlich noch recht entspannt. Wir gaben mein Gepäck auf, ich begrüßte andere Austauschschüler und quatschte mit meinen Freunden. Eine halbe Stunde bevor ich in den Sicherheitsbereich musste, wurde ich jedoch ziemlich nervös. Der Abschied war schlussendlich emotionaler als zuvor gedacht.

Flieger von Berlin nach Frankfurt - Boarding!
Als ich dann durch die Sicherheitskontrolle durch und im Boarding-Bereich war, wich meine Traurigkeit jedoch der Freude.

Auf dem Flug von Berlin nach Frankfurt waren wir 4 Austauschschüler. Ich hätte eigentlich allein gesessen, konnte Dank eines netten Sitznachbarn jedoch die Plätze so tauschen, dass ich neben einer anderen Austauschschülerin sitzen konnte. Den ersten Flug verbrachten wir schlafend und Musik hörend.

Route des 2. Fluges
In Frankfurt hieß es dann umsteigen - und das Chaos ging los. Erst wussten wir nicht, wie wir zum richtigen Gate kommen. Nach einem Anruf bei AFS fanden wir das Gate Gott sei Dank doch noch. Dann mussten wir, da unser nächster Flug in die USA ging, ein Formular ausfüllen und einen Aufkleber abholen und nochmal unsere Ausweise vorzeigen. Außerdem wurden uns einige Fragen gestellt. Als wir dann endlich zum Gate kamen, hatte das Boarding schon begonnen und alle anderen Austauschschüler waren schon drinnen. Unsere Flugbegleitung hatte scheinbar schon auf uns gewartet und versucht uns zu erreichen, allerdings hatte in der Hektik keiner von uns auf sein Handy geschaut. Wir reihten uns in der richtigen Schlange ein und dann ging es langsam vorwärts.

Als ich endlich an der Reihe war, mein Ticket zu scannen, durfte ich jedoch nicht in das Flugzeug. Ich wurde zufällig für einen Drogentest ausgewählt. Ich bekam ein anderes Ticket und hetzte über gefühlt den halben Flughafen, um mich auf Drogen kontrollieren zu lassen. Vor einer Trennwand musste ich jedoch erst gute 10 Minuten warten, während das Ende des Boardings immer näher rückte.

Der Test an sich ging sehr schnell. Abstriche am Handgepäck und an der Kleidung, einmal Schuhe ausgezogen, fertig. Vor der Trennwand holte ich mein nun bestempeltes Ticket, das ich zuvor abgeben musste, ab. Schnellst möglich eilte ich zurück zum Gate. Als ich ankam, waren schon alle im Flugzeug. Ich scannte mein Ticket erneut... Und man hatte mir das Ticket einer anderen Person gegeben. Also nochmal quer über den Flughafen, Ticket tauschen, und zurück rennen. Die letzte, auffordernde Durchsage für Pasagiere meines Fluges ertönte. Zum Glück kam ich gerade rechtzeitig und war die letzte, die einstieg.

Endlich in Houston!
Während des elfstündigen Fluges von Frankfurt nach Houston saß ich neben zwei weiteren Austauschschülerinnen. Allerdings saßen wir nicht so viel. Wir lasene zwar unsere Abschiedsbücher (an dieser Stelle vielen Dank an alle, die eingetragen haben, war echt schön 💗) auf unseren Plätzen und schauten Filme oder Serien, allerdings wurde die Sitzerei schnell langweilig. Weiter vorne im Flugzeug trafen wir uns dann aber mit noch weiteren Austauschschülern und unterhielten uns. Leider wurde uns das nach einiger Zeit verboten, da die meisten Pasagiere schlafen wollten und wir wohl zu laut waren. Dank einer sehr netten Stewardess durften wir uns aber im hintersten Teil des Flugzeuges aufhalten, im Bereich der Flugbegleiter. Hier durften wir Licht in die Fenster lassen, nach draußen gucken und so viel reden, wie wir wollten. Außerdem wurden uns die ganze Zeit Kaffee, Brause oder Saft angeboten.

San José bei Nacht aus der Vogelperspektive.
In Houston angekommen mussten wir verschiedenste Dokumente ausfüllen und durch weitere Kontrollen. Natürlich wurde ich auch hier zum Drogentest rausgezogen. Nach gut 2 Stunden waren wir dann aber fertig und durften dann bis kurz vor Abflug auf dem Flughafen mehr oder weniger machen, was wir wollten.

Der Flug von Houston nach San José dauerte ungefähr 3,5 Stunden. Durch Tauschen saß ich erneut neben dem Mädchen, neben dem ich auch von Berlin nach Frankfurt saß. Wir waren alle hundemüde und ich wollte nichts mehr als Schlaf. Immerhin war ich zu diesem Zeitpunkt schon gut 48h fast durchgängig wach (in der Nacht zum 04.08. schlief ich zuletzt 2 Stunden). Allerdings hatten wir wegen eines Unwetters bei Mexiko Turbulenzen und das Flugzeug war so kalt, dass ich mit Pullover und Jacke fror.

Um kurz nach 0 Uhr des 05.08. betraten wir dann das erste Mal costa ricanischen Boden. Auf dem Flughafen mussten wir erneut Dokumente zur Einreise ausfüllen und dann konnten wir endlich nach draußen. Das erste, was wir zu hören bekamen? Eine Gruppe Männer, die lautstark über die "Machas" (Blondinen) sprachen, die gerade aus dem Gebaüde kamen.

Wir wurden von einem freiwilligen von AFS empfangen und dann ging es weiter zur Orientation. Dazu erzähle ich euch aber im nächsten Post mehr.

Bis dahin
¡Chau y pura vida!
Fast sieht man mir meine Müdigkeit nicht an 😂

Über den Wolken...

Schmeckt besser, als man vielleicht denken mag.





Zolldokumente USA

Dienstag, 4. Juli 2017

1 Monat

¡Hola y bienvenidos!

Für ein kleines Update melde ich mich mal wieder zurück.

Ich kann kaum glauben, wie schnell die letzten Monate vergingen. Um diese Zeit in genau einem Monat werde ich schon die Hälfte meines Fluges nach Houston hinter mir haben, um von dort aus dann weiter nach San José fliegen zu können. Die Tage scheinen nur so zu verinnen und es ist gar nicht mehr viel Zeit, bis mein Auslandsjahr beginnt - noch 31 mal schlafen.

Aber ich wollte euch ja berichten, was in den letzten Monaten so los war.

Zuerst einmal: ich habe vom AFS ein Teilstipendium bekommen, worüber ich mich echt freue. Danke an der Stelle, das reduziert den doch recht hohen (Grund)Preis eines Auslandsjahres (zu dem noch weitere Kosten dazukommen - Impfungen, Visum, Fahrtkosten zu den Vorbereitungswochenenden u.v.m.) doch schon etwas 😉 Vielen Dank.

Wie gerade angeschnitten, hatte ich meine Vorbereitungswochenenden bereits - alle drei.

Das erste Wochenende fand Ende Februar in Potsdam statt, das zweite Anfang März in Berlin. Besonders viel kann, beziehungsweise darf ich dazu gar nicht sagen, außer dass beide Wochenenden echt Spaß gemacht haben. Was genau wir machten, soll jedoch für alle die unter euch, die ebenfalls weggehen werden, eine Überraschung bleiben. 😉

Während die ersten beiden Vorbereitungswochenenden nicht länderspezifisch sind und regional organisiert werden - hier treffen sich alle Hopees aus einem Teil Deutschlands, zum Beispiel aus Brandenburg, wobei die Themen eher allgemein sind - es geht überwiegend um Kulturen und weitere Dinge, die das Auslandsjahr im Allgemeinen betreffen, unabhängig vom Gastland - ist die 3. VB länderspezifisch. Ich war also auf der Latino-VB in Berlin. Es gab 6 Latino-VBs in ganz Deutschland, aber nicht bei jeder VB waren alle Länder vertreten. Die VB in Berlin war speziell für Argentinien, Panama, Peru und eben für Costa Rica, wobei auch eine da war, die nach Chile möchte, einer, der sein Jahr in Mexiko verbringen wird und zwei, die in die Dominikanische Republik gehen werden. Insgesamt waen wir 22. Von diesen 22 gehen 8 nach Costa Rica. Wir konnten während des Wochenendes viele Fragen stellen und haben haufenweise nützliche Hinweise und Tipps bekommen (ich habe 3 vollständig beschriebene A3-Seiten an Mitschriften, nur mit den eben genannten Hinweisen).

Insgesamt hat mir die dritte VB am meisten gefallen. Wir lernten viel über Lateinamerika, sowie einiges über unsere jeweiligen Gastländer und auch allgemein hat das Wochenende riesen Spaß gemacht. Außerdem konnte ich ein paar weitere Leute kennenlernen, die ebenfalls nach Costa Rica gehen - einige von ihnen fliegen sogar auch mit mir von Berlin nach Frankfurt.

Das war's ersteinmal, denke ich... Aktuell warte ich fieberhaft auf meine Gastfamilie - die Hälfte derer, die ich bei der VB kennenlernen konnte, die wie ich nach Costa Rica gehen, haben ihre schon. Die Nervosität steigt. Laut AFS bekommt man seine Gastfamilie im Durchschnitt aber 3 Wochen vor Abflug - das sollte also spätestens nächste Woche Freitag sein. Ich hoffe. 🙏

Sobald ich etwas neues erfahre, melde ich mich wieder. Bis dahin...

¡Pura Vida!

Montag, 19. Juni 2017

Liebster Award

¡Hola y bienvenidos!

Jawoll, ich melde mich auch mal wieder. In den letzten Monaten sind ein paar Dinge bezüglich des ATJs passiert, jedoch nicht genug, um einen Post mit "nur" einem Anlass zu füllen. Deshalb wird in den nächsten Tagen noch eine Zusammenfassung der Geschehnisse folgen. 😉

Nun zum Anlass dieses Posts: Die liebe Annika hat mich zum Liebster Award nominiert. Der Tag funktioniert wie folgt: Man erhält von der Person, von der man nominiert wurde, 10 Fragen. Diese beantwortet man, nominiert weitere Personen und denkt sich für diese wieder 10 Fragen aus.
Also dann, beantworte ich mal Annikas Fragen. 😊

1. Hast du irgendwelche Zweifel, dass du doch das Falsche tust?
Naja, ich würde es nicht als "das Falsche" bezeichnen... Zwar mache ich mir manchmal Sorgen, aber dann nicht in dieser Hinsicht. Ich denke, ich werde von dem Jahr in irgendeiner Art und Weise profitieren - sei es im Spanischunterricht in der Schule -, auch wenn ich vielleicht mal Heimweh habe oder ein Problem in der Schule, der Gastfamilie und so weiter, irgendwie wird sich das dann auch klären lassen und das wirkt sich sicher eher positiv als negativ aus - schließlich muss man dabei auch ein gewisses Maß an Selbstständigkeit an den Tag legen.

2. Auf was freust du dich am meisten?
Schwer zu beantworten... Natürlich erstmal auf das Land allgemein - die Wärme (wobei es hier aktuell auch echt sommerlich ist), die Sprache, die Kultur. Außerdem freue ich mich darauf, viele neue Leute kennenzulernen - nicht nur zukünftige Klassenkameraden und potenzielle Freunde, sondern auch die Gastfamilie, von der ich aktuell noch nicht allzu viel (und damit meine ich nichts, bis auf die Tatsache, dass sie Ticos sein werden 😅) weiß.

3. Wie stellst du dir deine Familie vor? ODER
4. Wie findest du deine Familie?
Da ich noch keine Gastfamilie habe, werde ich 3. beantworten.
Um ehrlich zu sein, habe ich fast gar keine Vorstellung bezüglich der Gastfamilie. Ich würde mir eine typisch lateinamerikanische Großfamilie wünschen. Damit meine ich nicht zwingend eine Familie mit vielen Kindern (es ist mir ehrlich gesagt gleich, ob ich Geschwister in meinem Alter bzw ob überhaupt welche haben werde), sondern eine Familie, in der man einen größeren Teil der Verwandtschaft als Familienmitglieder ansieht. Ansonsten hoffe ich einfach darauf, dass wir uns gut verstehen! (Und darauf, bald eine Gastfamilie zu bekommen - das Warten ist schrecklich)

5. Warst du schonmal in deinem Gastland?
Nein.

6. Was erwartest du dir von dem Auslandsjahr?
Im Ernst - ich hasse diese Frage. 😂 Ständig fragt mich jemand, was ich von diesem Jahr erhoffe und mehr als die Standardantworten kann ich nicht geben. Natürlich möchte ich die Sprache lernen, die Kultur miterleben und einfach "neue Erfahrungen sammeln". Aber das klingt als Grund so billig. 😂 Und es geht mir zum Teil auch einfach darum, ein Jahr von zu Hause weg zu sein, "allein" zu sein. Aber das klingt jetzt auch nicht besser.

7. Glaubst du, du wirst dich verändern?
Keine Ahnung, ich denke, das kann man schlecht vorhersehen... Allerdings habe ich schon öfters gehört, dass man sich verändert (was im Laufe eines Jahres sowieso recht normal ist), also sage ich mal ja?

8. Mit welcher Organisation gehst du?
AFS 😏😊

9. Auf welches typisches Essen freust du dich am meisten?
Das typischste Essen Costa Ricas das mir gerade einfällt ist Gallo Pinto - Reis mit Bohnen, oft mit Kochbananen und Ei gegessen. Gallo Pinto wird meist zum Frühstück, aber auch zu anderen Mahlzeiten gegessen und ich bin echt gespannt, wie es schmeckt. Außerdem freue ich mich auf das sonstige lateinamerikanische Essen (ich liebe Empanadas 😍😂).

10. Bist du eher glücklich oder traurig?
Traurig bin ich gar nicht. Zwar freue ich mich nicht besonders auf den Abschied, aber ich sehe ja alle nach einem Jahr wieder. Ich bin froh, dass ich einfach mal für ein Jahr einen anderen Alltag haben werde und sollte das Heimweh zu groß werden, könnte ich immer noch skypen oder so. Also ja, ich bin eher glücklich!

So, das waren meine Antworten!
Ich selbst möchte Maurice, Nele, Charly und Greta nominieren.
Eure Fragen:

1. Wann hast du dich entschieden, ein Auslandsjahr zu machen und wieso wolltest du gerade in dein Gastland?
2. Wie war dein Bewerbungsablauf?
3. Mit welcher Organisation gehst du und warum?
4. Hattest du schon Vorbereitungstreffen? Wie waren diese?
5. Hast du schon eine Gastfamilie? Wenn nein, wie sollte sie aussehen?
6. In welche Region deines Gastlandes kommst du/kämst du am liebsten?
7. Was denkst du wirst du im Ausland am meisten vermissen?
8. Weißt du schon, wann genau du fliegst? Wie lange wird dein Flug dauern?
9. Hast du schon einen Plan bezüglich des Gepäcks?
10. Hast du schon Ideen, was die Gastgeschenke betrifft?

¡Hasta la próxima!
Raja

Donnerstag, 2. Februar 2017

DEY-TAG

Hola!

Jap, ein Monat später als geplant kommt mal wieder ein Post. Wie ihr am Titel sehen könnt, wurde ich für den DEY-TAG (DEY = Dream Exchange Year) nominiert, und zwar von Lenie, die ich beim ATS-Treffen in Berlin kennengelernt habe. :) Ich selbst möchte Larissa, die ein Jahr in Chile verbringen wird, nominieren. Aber jetzt los mit den Fragen ;)

1. In welchen Staat würdest du gerne kommen?
Costa Rica ist nicht in Staaten, sondern in Provinzen gegliedert. Ich persönlich finde die Provinz Puntarenas echt toll. Die Hauptstadt der Provinz heißt ebenfalls Puntarenas, wie das in Costa Rica üblich ist. Puntarenas liegt am Pazifik, grenzt an Panama und ist außerdem die größte Provinz des Landes (die Kokos-Insel gehört zur Provinz und trägt somit sicher etwas zur Größe bei). Außerdem habe ich das Gefühl, dass es die wärmste Provinz ist. Offiziell trägt Guanacaste diesen Titel. Im Endeffekt ist es mir aber egal, wo ich lande. Das Wetter ist so oder so bei weitem schöner als hier und egal wo ich bin: Costa Rica ist klein und Meeresnähe habe ich mehr oder weniger überall. Das ganze Land ist voller Natur und es ist überall spannend und interessant und vor Allem anders als hier.

2. Lieber eine Stadt oder ein Dorf?
Also hier in Deutschland wohne ich in einem ziemlich kleinen Dorf mit circa 300 Einwohnern. Ich hoffe in eine Stadt zu kommen, aber auch ein Dorf wäre mir recht, so lange es nur größer ist als hier. Es wäre sicher ganz schön eine Möglichkeit zum Einkaufen o.Ä. zu haben (oder wenigstens irgendwie irgendwo hinfahren zu können) oder einen Ort, an dem man sich mit Freunden treffen kann, einfach da ich das hier nicht so einfach kann.

3. Perfekte Highschool?
Zu der Frage habe ich ehrlich gesagt keine genauen Vorstellungen. Ich hoffe auf eine öffentliche Schule zu kommen, da das sicher authentischer ist. Es wäre natürlich toll einen kurzen Schulweg zu haben, das hängt aber vom Wohnort ab. Aber mal sehen was kommt. :)

4. Was würdest du gerne unternehmen?
Ich möchte unglaublich gerne eine Canopy-Tour und Bungee Jumping im Regenwald machen. Außerdem möchte ich an der Reise nach Nicaragua teilnehmen, die in den letzten Jahren von AFS angeboten wurde. Abgesehen davon hoffe ich viel mit meinen Freunden und meiner Familie unternehmen zu können. :)

5. Perfekte Gastfamilie?
Schwierig... Es gibt so viele verschiedene mögliche Familienkonstellationen, da ist es schwer eine zu präferieren. Einfach typisch lateinamerikanisch, denke ich: Großfamilie, also nicht unbedingt eine Familie mit vielen Kindern (wobei Gastgeschwister schon toll wären), sonder auch, dass z.B. Tanten, Onkel, Cousinen, Cousins usw. eher zur Familie gezählt werden als hier.

Im Endeffekt ist es mir relativ egal, wohin ich komme, auf was für eine Schule ich gehe und wie genau meine Gastfamilie aussieht. Ich möchte einfach ein tolles Jahr haben und mich überraschen lassen. So oder so kann sich sicher fast jede Situation zu einem tollen Jahr entwickeln, wenn denn die Chemie mit der Familie stimmt.

Ich hoffe euch hat dieser Post gefallen. Es ist schon Februar... In 6 Monaten geht's los, kaum zu glauben. Bald habe ich auch meine erste Vorbereitung! Ich bin schon gespannt.

Hasta la proxima!

Raja :D

Freitag, 30. Dezember 2016

Alles zum Austauschschülertreffen in Berlin

So, mit diesem Post möchte ich mich dann nach etwas längerer Zeit auch mal wieder melden.

Gestern - also am 29.12.2016 - trafen sich in Berlin Austauschschüler aus der Umgebung. Insgesamt waren wir 10 Leute und es hat echt eine Menge Spaß gemacht!

Für mich begann der ganze Tag um halb 8. Nachdem wir zu Hause in Ruhe gefrühstückt hatten, fuhr mein Vater mich und Ignacia - sie ist eine Austauschschülerin aus Kolumbien und wird bis Juli bei uns wohnen - zum Bahnhof, von wo aus wir um 10 Uhr in Richtung Berlin los fuhren.

Als wir um halb 12 in Berlin ankamen - Treffpunkt war die Weltzeituhr - war von den anderen noch keine Spur - die eigentlich angedachte Zeit war ja auch eine halbe Stunde später. Nach und nach trudelten dann aber alle ein.

An der Weltzeituhr - wir trafen uns zufälliger Weise circa unter der Zeit in Teilen Amerikas (wir standen direkt unter Kolumbien).


Wir hatten letzten Endes viele verschiedene Länder vertreten:
4 zukünftige Austauschschüler in den USA.
Karo, die schon ab Januar ein Jahr in Neuseeland verbringen wird.
Dann ich, nächstes Jahr in Costa Rica.
Ignacia aus Kolumbien.
Ronja, die übrigens auch mit AFS gehen wird (wir kennen uns vom Auswahlwochenende), wird ihr Jahr in Ecuador verbringen.
Außerdem war ein Austauschschüler aus Chile dabei, der bei Ronja und ihrer Familie wohnt.
Eine der Anwesenden war als "Begleitung" dabei und wird kein Auslandsjahr machen, bleibt also in Deutschland.

Jetzt fragt ihr euch vielleicht, was wir überhaupt gemacht haben? Auf jeden Fall nicht nur unter der Weltzeituhr gestanden.
Um circa halb 1 liefen wir zur Eisbahn auf dem Alexanderplatz, um Schlittschuh zu laufen. Stellte sich heraus, dass gleich zwei von uns Eiskunstlauf als Sport machten. Während wir also damit beschäftigt waren, irgendwie nicht hinzufallen (das Eis war voller Rillen und man war ständig kurz davor zu "stolpern"), machten sie selbst beim normalen hin und her fahren eine weitaus bessere Figur auf dem Eis als wir.

Auf der Eisbahn - zwei wollten wohl nicht Schlittschuh laufen.

Nachdem wir uns alle mehr oder weniger angestrengt hatten, wollten wir natürlich etwas essen gehen. Da wir aber gerade am Alexanderplatz waren, wollten wir zuerst zum Rummel, der dort wohl zur Weihnachtszeit stand. Der war jedoch entweder schon weg oder wir haben ihn einfach nicht gefunden. So beschlossen wir in die Friedrichststraße zu fahren und dort etwas zu essen.
Wir entschieden uns für das Lokal "Peter Pane". Es war sehr voll, sodass wir auf zwei Tische aufgeteilt wurden. Der eine Tisch war viel schneller fertig als unserer - was nicht (nur) daran lag, dass wir die ganze Zeit quatschten, sondern auch daran, dass eben viele Gäste bedient werden mussten. Letzten Endes verbrachten wir zwei Stunden - bis kurz nach 4 - im Restaurant. Drei Leute mussten schon vor 16 Uhr los, Ronja und Gustavo verabschiedeten sich ebenfalls kurz nach 4, sodass wir nur noch 5 waren.

Die fünf Zurückgebliebenen.

Wir schlenderten noch etwas die Friedrichstraße entlang und gingen in einige (oft viel zu teure) Geschäfte. Auf der Suche nach einem geeigneten Buch für mein Abschiedsbuch schleppte ich die Anderen noch in den Rossmann. Fündig wurde ich hier leider nicht, habe aber heute eins im Internet entdeckt.

Um 17:25 Uhr fuhren Ignacia und ich dann schließlich auch wieder nach Hause.

Der Tag in Berlin mit den anderen Austauschschülern war echt schön! Wir haben viel geredet und konnten uns gut austauschen. Außerdem war es toll so viele nette Leute kennenzulernen und ich habe mich auch besonders gefreut, Ronja wiederzusehen. Ich freue mich schon auf das nächste Mal, das es sicher geben wird!

¡Hasta la proxima!

Raja

(PS: Morgen die Augen nach einem weiteren Post offen halten - es gibt noch ein paar Neuigkeiten.)

Sonntag, 9. Oktober 2016

Wo geht's hin?

Costa Rica!!!
Endlich steht mein Zielland fest. Naja, eigentlich ja schon seit dem 30. September, aber ich bin leider erst heute zum Schreiben gekommen.

Am 29. September war ich schon etwas beunruhigt - AFS hatte gesagt, wir würden unser Land Ende September zugeteilt bekommen und ein Mädchen, das ich vom AWW kannte, hatte schon eine Mitteilung erhalten, dass der Zugang zum Onlinebewerbungsportal nun freigegeben sei.
Am darauf folgenden Tag habe ich nach jeder Schulstunde meine E-Mails aktualisiert (okay, let's be real - das habe ich eigentlich seit dem 20. September schon), bis ich nach der 4. Stunde eine E-Mail zur Onlinebewerbung erhielt.

Als ich nach der 7. Stunde das nächste mal auf's Handy sah, hatte ich eine Nachricht von meiner Mutter: "Ein Brief von AFS ist da!". Natürlich konnte ich nicht abwarten und rief sie an, um zu hören, in welches Land ich nun kommen würde - und es war tatsächlich Costa Rica! Ich hatte echt einen kleinen Gefühlsausbruch... ups! Aber ich habe mich wirklich unendlich gefreut, Costa Rica war mein absolutes Wunschland. Und nun werde ich irgendwann im nächsten August tatsächlich in einem Flieger in Richtung Paradies (es ist wirklich ein seeeeeeeehr schönes Land) sitzen.
Nun gibt es aber erstmal einige Sachen zu erledigen. Die Onlinebewerbung ist soo Umfangreich und ich habe nur eine Woche Zeit, da ich die letzte Woche nicht zu Hause war. Jetzt heißt es also Gastfamilienbrief schreiben, Lehrer - und Arztgutachten einholen, Fotoseite gestalten, meine Eltern ein Gutachten schreiben lassen und so weiter und so weiter. Das wird eine anstrengende Woche, da zu der Bewerbung auch noch zig Tests in der Schule kommen. Aber was muss, das muss und für das ATJ nehme ich das gerne in Kauf!

Ich melde mich auf jeden Fall wieder, sobald es etwas neues gibt. Sicher kommt demnächst noch ein weiterer Post zu Costa Rica, jetzt wollte ich euch erstmal nur schnell mitteilen, was nun so alles ansteht.

¡Hasta la próxima!
Raja